Wer Helfer, Trainer und Ehrenämter für den Sportverein gewinnen möchte, muss ihre Sprache sprechen! – Die vier Menschentypen von Tobias Beck

Es ist sehr schwer heute für ehrenamtlich geführte Vereine Trainer, Helfer und Ehrenämter zu finden. Früher war es üblich und selbstverständlich, dass man seinem Sportverein in der Freizeit zur Verfügung gestanden hat oder bei besonderer Begabung auch als Trainer fungiert hat. Heute haben die Menschen gefühlt weniger Zeit oder auch weniger Lust für Sportvereine ihre Freizeit zu opfern. Vereine haben in der Gesellschaft an Stellung und Wertigkeit verloren. Die Werte sind unverändert und wichtig für viele Menschen, aber das Bedürfnis zu helfen, ist nicht mehr so stark wie früher.

Wenn wir uns die Zahlen anschauen, dann ist jeder 6. Bürger ehrenamtlich tätig. Er arbeitet für rund 5 Std./Woche ehrenamtlich. Das ist auf die Bevölkerung gerechnet eine unfassbare Stundenanzahl. Die Zahlen sind vom DOSB zur Verfügung gestellt und spiegeln entgegen der Wahrnehmung eine andere Wahrheit wieder. Warum haben Vereine trotzdem das Problem, dass zu wenig Menschen helfen und immer Fragen im Raum stehen wie: Wer deckt das Training ab? Wer kann bei dem Event unterstützen? Wer kann diese Aufgabe im Verein übernehmen?

„Haben die Menschen genug vom Helfen und sind andere Themen wichtiger?“

Fakt ist, dass die psychische Belastung im Alltag zunimmt. Der Job nimmt Menschen mehr in Anspruch, sowohl zeitlich als auch psychisch. Die körperlichen Arbeiten nehmen durch die Technologisierung mehr und mehr ab.

Durch diesen Wandel entsteht im Umkehrschluss ein erhöhter Bedarf an Sport. Wer viel geistige Arbeit verrichtet, dem fehlt es an körperlicher Betätigung. Es entsteht ein Bewegungsmangel, der die Menschen zum Sporttreiben zwingt. Das ist in der ersten Betrachtung gut, aber bringt uns natürlich in die schlechte Lage, dass wir das Problem in den ehrenamtlich geführten Vereinen noch weniger gelöst bekommen. Wenn die psychische Belastung weiter ansteigt, dann werden weitere Menschen aus der Vereinsarbeit austreten, weil sie es nicht mehr leisten können.

Der zweite Ansatz, warum Sportvereine keine neuen Menschen für das Ehrenamt begeistern können, ist das Konkurrenzangebot. Der Sportmarkt ist Milliardenschwer. Ich bin seit Jahren der festen Überzeugung, dass ein Verein von der Bildfläche verschwindet, wenn er den Konkurrenzkampf nicht annimmt. Die kommerziellen Anbieter bieten viele Angebote, Leistungen und Vorteile, die den Vereinen sehr schwer zusetzen und bei denen sie schlichtweg nicht mithalten können. Dieses Problem besteht nicht nur bei der Mitgliedergewinnung, sondern auch in der Personalgewinnung. Die Attraktivität bei einem Sportanbieter zu arbeiten und dafür einen Lohn zu erhalten, treibt viele Jugendlichen dazu, ihren klammen Geldbeutel aufzubessern und dem Verein den Rücken zuzukehren. Das bedeutet, dass die gut ausgebildeten Sportler aus dem Verein zur Konkurrenz wechseln, aufgrund des monetären Anreizes. Natürlich haben die jungen Menschen viel emotionale Nähe und Verbundenheit zu ihrem Verein, aber dem Ruf können nicht viele standhalten. Welche Möglichkeiten haben Vereine gegenüber der Konkurrenz standzuhalten?

„Die Gesellschaft und der Konkurrenzkampf macht die Vereine kaputt!“

Die Werte von Vereinen sind wie oben beschrieben unverändert und der steuerliche Vorteil unbestritten, aber leider reicht das nicht, um den Verein auch wirklich langfristig erfolgreich zu führen und eine wichtige Stellung in der Stadt, Region oder Gesellschaft einzunehmen.

Welche Lösungsansätze kann ich euch mitgeben?

Als Lösung möchte ich euch ein Tiermodell (hier klicken – Du wirst zu Youtube weitergeleitet) vorstellen, welches schon 500 v. Chr. durch den Philosophen Hippokrates gelehrt wurde und sehr unterhaltsam vom Speaker Tobias Beck aufbereitet wurde. Es geht dabei um Menschentypen und ihre unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen.

Es wäre doch wunderbar, wenn die Menschen genau das machen, was wir wollen. Du suchst Trainer und bekommst sie. Außerdem brauchst du Helfer für Events und schon hast du genügend gefunden. Du brauchst Personen, die Ämter im Verein bekleiden und es stellen sich genug zur Verfügung. Wahnsinn! Das wäre der Hammer, oder?

„Die Ansprache entscheidet, über Ja oder Nein!“

Der Philosoph hat die Menschen in genau vier Typen eingeteilt und mit Tieren verglichen. Ich möchte dir die 4 Menschentypen kurz erklären, wenn du dir das Video noch nicht angeschaut hast.

Der Wal

Der Wal zählt zu den Teamplayern und Kümmerern. Er ist der soziale Kit. Stets sorgt er sich um andere und sind immer die ersten, die ihre Hilfe anbieten und versuchen die Probleme anderer zu lösen. Sie sind immer auf dem Laufenden und brauchen selbst viel Lob und Anerkennung für geleistete Arbeit.

Die Eule

Die Eule ist perfektionistisch und schaut sich alles immer sehr genau an. Die Planung und das strukturierte Vorgehen ist ihre Stärke. Sie glänzt mit Fachkompetenz, Disziplin und Genauigkeit. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund, weil sie eher detailverliebt ist.

Der Delphin

Der Delphin steht auf Spaß und Herausforderungen. Er arbeitet mit Menschen zusammen, die er überzeugt hat. Gerne lässt er für sich arbeiten und ist somit auch abhängig von seinem Team. Er kreiert lieber selbst, als dass er zu etwas gezwungen wird. Negative Menschen meidet er und er versucht mehrere Projekte gleichzeitig zu erledigen.

Der Hai

Der Hai ist ein Alphatier. Er steht auf Macht und Status. Seine Ziele verfolgt er ohne Rücksicht und wird immer dann eingesetzt, wenn es nach vorne gehen soll. Seine Wünsche müssen sofort umgesetzt werden. Er stellt sein Können in den Sportarten unter Beweis, in denen er sich überlegen fühlt. Kontrolle ist ihm sehr wichtig.

Nachdem ich dir die Typen erklärt habe, wie würdest du auf die verschiedenen Menschen zugehen, wenn du sie um etwas bitten möchtest? Das Tiermodell soll dir verdeutlichen wie unterschiedlich Menschen ticken und wie unterschiedlich ihre Bedürfnisse sind. Um als Verein also Helfer, Trainer oder Ehrenämter zu bekommen, ist es wichtig zu verstehen, wie der Gegenüber tickt. Wie musst du ihn ansprechen und für die Sache begeistern? Ich habe dir vier Typen aufgezeigt. Jeder braucht eine andere Ansprache.

Beispiel – Event

Du benötigst Helfer für dein nächstes Event. Hier Lösungsansätze, um nach den Menschentypen vorzugehen:

Der Wal

Er möchte helfen und ist schon bei der ersten Frage dabei. Hier wird es dir leicht fallen, einen neuen Helfer zu gewinnen. Er bringt sogar noch weitere Wale mit und du hast schnell deine benötigten Helfer zusammen.

Die Eule

Ihren Perfektionismus kannst du dir zu Nutzen machen. Die Eule braucht klare Aufgabenbeschreibungen und Vorlagen, um sich für die Aufgabe zu begeistern. Der klare Rahmen sorgt dafür, dass sie sich auf die Aufgabe vorbereiten kann.

Der Delphin

Ein kniffliges oder unüberbrückbares Problem sorgt für Spannung, die für den Delphin Herausforderung bedeutet. Wenn du ihm jetzt noch Spaß und Aktion versprichst, dann kannst du dir der Unterstützung des Delphins sicher sein.

Der Hai

Der Hai benötigt die Herausstellung seines eigenen Mehrwertes. Was hat er davon, wenn er zu dem Event kommt und hilft? Die Antwort bekommst du heraus, indem du den Hai fragst.

Diesen Lösungsansatz kannst du beliebig auf alle Probleme erweitern. Natürlich sind nicht alle Menschen nur einem Tiertypen zuzuordnen. Schau dir gerne das unterhaltsame Video an (hier klicken) und halte die Augen nach den klassischen Tiermustern auf. Es wird dir leichter fallen, Menschen für eine Sache zu begeistern, weil du jetzt weißt wie du sie ansprechen musst.

Fazit

Geld ist nicht immer die Lösung. Durch die richtige Ansprache und das bewusste Wahrnehmen des Gegenübers kannst du Helfer, Trainer und Ehrenämter für dich begeistern. Beobachte genau und schaffe dir einen neuen Sprachschatz für jeden Menschentypen an, damit du in Zukunft deine Vereinsprobleme lösen kannst.

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