Mitgliedsbeitrag erhöhen im Verein

Kassier: „Uns fehlt Geld, wir müssen den Mitgliedsbeitrag erhöhen im Verein.“, Vorstand: „Wo denkst du hin, da laufen uns doch alle Mitglieder weg!“. So oder so ähnlich kann sich häufig der verbale Schlagabtausch beim Thema Mitgliedsbeiträge. Vielleicht fragst du dich ja auch, wie du Vereinsbeiträge erhöhen kannst, ohne gleichzeitig Mitglieder zu verlieren? Denn du weißt, dass dringend neues Equipment benötigt wird, ein neuer Trainer finanziert oder eine neue Räumlichkeit angemietet werden sollten. Wie in deinem Fall wissen auch viele andere Vereinsverantwortliche, dass ihrem Verein Geld fehlt. Trotzdem sehe ich viele Funktionäre, die versuchen ihren Status Quo im Verein um jeden Preis aufrecht zu erhalten. Es ist einfach zum Haare raufen. Mit allen Mitteln wird versucht,  Veränderungen an Strukturen oder Prozessen – z. B. Beitrags- oder Trainingszeitanpassungen – zu vermeiden. Dies geschieht aus Angst, etwaige Veränderungen könnten sich negativ auf die Mitgliederzahlen auswirken. Lass mich dir eine Anleitung geben, wie du diesem Dilemma entkommst.

Chancen und Risiken einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrages

Die große Angst – und sie ist durchaus gerechtfertigt – sind Kündigungen. Überschreiten sie eine für deinen Verein „kritische“ Schwelle, können sie deinem Verein mehr schaden, als dass er profitiert. Meiner Meinung nach ist dies aber auch schon das einzige, gerechtfertigte Risiko. Ihm gegenüber steht eine Vielzahl von positiven Aspekten. Durch Mehreinnahmen sind vielfältige Chancen für Investitionen gegeben. So können etwa Räume, Geräte und Trainingsmaterialien angeschafft werden, die deinen Verein voranbringen. Zudem wird eine bessere Bezahlung der Mannschaft, Trainer oder Abteilungen ermöglicht. Es bedarf nur der gründlichen und guten Vorbereitung, damit Beitragserhöhungen einen positiven Effekt erzeugen.

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Fakten zum Mitgliedsbeitrag im Verein

Aus persönlicher Erfahrung kenne ich und auch heute noch viele Vereine, die Mitgliedsbeiträge von 5 Euro im Monat aufrufen. Das bedeutet, dass ein Mitglied für ein persönliches Training mit Trainer auf einer Sportanlage mit Umkleidemöglichkeiten, bei einem angenommenen wöchentlichen Training für die Einheit von 60 Minuten gerade einmal 1,25 Euro bezahlt. Viele Mitglieder kommen aber mehr als einmal die Woche zum Verein, aber um hier nur mit dem geringsten Beiträge zu rechnen nehmen wir diesen Betrag als Grundlage. Wie oft haben die Mitglieder bei dir im Verein die Möglichkeit ein Angebot wahrzunehmen?

1,25 Euro pro Trainingseinheit – sind das faire Mitgliedsbeiträge?

Lass uns gemeinsam die Zahl 1,25 Euro betrachten. Schreibe Sie dir gerne auf ein Blatt Papier oder betrachte die Zahl hier am Bildschirm. In diesem Zusammenhang benutze ich gerne das Wort fair, weil es natürlich immer auch die Menschen gibt, die nach dem günstigsten Angebot schauen, ohne Rücksicht auf Verluste. In der Textilindustrie gibt es auch Anbieter, die T-Shirts für 3 Euro und weniger anbieten. Die Menschen kaufen dort ein, ohne vielleicht überlegt zu haben, ob es überhaupt möglich ist, so günstig zu produzieren, ohne die Erzeuger fair zu bezahlen. Ich möchte auch hier nicht werten, weil ich nicht die individuellen Voraussetzungen eines jeden kenne, aber ich finde fair einen guten Ausdruck, um zu beschreiben, was qualitative Arbeit wert sein sollte. Findest du, dass 1,25 Euro pro Trainingseinheit den Wert des Trainers und des Vereins widerspiegelt?

Was ist dir eine gute Trainingseinheit wert?

Ich könnte die Frage auch anders stellen. Wenn du den Mitgliedsbeitrag selber wählen könntest, ohne den Mitgliedsbeitrag zu kennen, würdest du auch 1,25 Euro pro Trainingseinheit bezahlen? Jeder hat eine Wertvorstellung für angebotene Leistungen. Natürlich müssen wir die Arbeit prüfen und anschauen, damit wir sie auch wirklich bewerten können. Meine Erfahrung zeigt, dass Menschen für eine gute Arbeit, die wirklich für den Teilnehmer Vorteile bringt, mehr Wert ist als 1,25 Euro pro Trainingseinheit.

Wie hoch sollte ein guter Beitrag sein?

Jetzt lass uns doch mal nicht um den heißen Brei rumreden, sondern Fakten schaffen. Wie sollte denn nun dein Beitrag im Sportclub aussehen? Die Hauptkosten für ein Sportangebot bestehen aus dem Trainer und der Sportstätte. Zusätzlich benötigt jede Sportart bestimmte Voraussetzung, d.h. Equipment oder Sportmatten, um das Trainingsangebot durchzuführen. Damit haben wir schon einmal drei Hauptfaktoren herausgestellt. Hinzu kommen die Verbandsabgaben und natürlich die Bereiche Mitgliederservice und Mitgliederverwaltung, die dem Sportclub Geld kosten. Es gibt noch weitere Bereiche wie zusätzliche Versicherungen, Events oder Wettkämpfe, aber wenn wir alles aufzählen, dann wird dieser Beitrag dir nicht weiterhelfen können, weil wir uns im Detail verlieren. Ich möchte dir konkret aufzeigen, wie du deinen Beitrag in Zukunft anpassen solltest.

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Die Kostentreiber für Beiträge sind:

  • Trainer,
  • Sportstätte und
  • Equipment.

Wir bezahlen dem Trainer den gesetzlichen Mindestlohn und runden auf 12 Euro für jede Trainingsstunde auf und geben für die Sportstätte im Schnitt 15 Euro für jede Trainingsstunde aus, dann haben wir zwei Grundwerte. Natürlich kann der Trainer auch nach entsprechender Qualifikation mehr verdienen und es gibt öffentliche Hallen, in welchen jeder Sportclub mit e.V. Status die Möglichkeit hat umsonst zu trainieren, aber das ist ja nicht der Standard. Für das benötigte Equipment berechne ich pauschal 5 Euro je Stunde, da natürlich nicht nur die Anschaffung Geld kostet, sondern auch die Instandhaltung. Damit haben wir drei Kostenpunkte:

Trainer = 12 Euro pro Trainingseinheit

Sportstätte = 15 Euro pro Trainingseinheit

Equipment = 5 Euro pro Trainingseinheit

Gesamt = 32 Euro pro Trainingseinheit

Bei einem Mitgliedsbeitrag von 5 Euro im Monat müssen mindestens 26 Kinder (ich bin kein Mathegenie…. Aber gibt 32 geteilt durch 1,25 € nicht 25,6 Kinder?) pro Einheit angemeldet sein, damit die Kosten gedeckt sind. Wir haben aber nur drei Punkte aufgezählt, d.h. eigentlich brauchen wir mehr als 30 Kinder pro Gruppe und das ist ganz schön viel, oder?

Gibt es eine Förderung vom Verband, Land oder Staat?

Ich möchte euch einen Einblick geben, welche staatliche Unterstützung gegeben wird. Es wird immer gesagt, dass die Landessportbünde und die Stadt mehr unterstützen müssen. Der Staat hat indirekt einen Mindestbeitrag für Mitgliedschaften im Verein festgesetzt. Es gibt für jede sozialschwache Familie ein Programm zur Unterstützung des Kindes bei Mitgliedschaften im Sport. Das Programm nennt sich Bildung und Teilhabe. Hier könnt ihr maximal 15 Euro im Monat für die Mitgliedschaft im Sport von staatlicher Hand für jedes Kind erhalten. Die Anträge werden von den Familien an die Vereine herangetragen und ihr müsst das Formular ausfüllen. Das ist einfach genial und kann somit als Mindestbetrag angesehen werden. Auf das Jahr gerechnet sind das 180 Euro. Eine Steigerung von 200 Prozent des Mitgliedsbeitrages, wenn ihr vorher 5 Euro im Monat hattet. Die Mitglieder müssen nicht einmal selber in die Tasche greifen. Toll, oder?

Wie findest du deinen richtigen Mitgliedsbeitrag im Sportverein?

Nachdem wir die Kostentreiber und die Förderungsmöglichkeiten besprochen haben, möchte ich dir nun im nächsten Schritt drei wichtige Faktoren aufzählen, die bei der Berechnung der Beiträge wichtig sind.

Eigene Kosten

Diesen Punkt haben wir ausführlich besprochen. Behalte die Kosten pro Trainingseinheit im Überblick, damit du selber einschätzen kannst, welche Kosten du erwirtschaften musst, damit dein Sportclub weiter existieren kann. Als eingetragener Verein dürfen natürlich keine Gewinne erwirtschaftet werden, trotzdem darf die Kalkulation positiv sein, damit andere Projekte oder Investitionen getätigt werden können.

Umfeld

Deine Mitanbieter solltest du kennen – sowohl die Mitbewerber in deiner Sportart als auch die Fitnessstudiokette nebenan. Auch überregionale Anbieter können eine Rolle spielen. Erstelle dir eine Übersicht und eruiere die Kostenstruktur.

Markt

Der Markt sind alle Interessenten, die dein Angebot nutzen möchten. Welche davon möchtest du ansprechen und was sind sie bereit zu bezahlen? Was du benötigst und was sie bezahlen würden, kann ganz unterschiedlich sein und deshalb ist es wichtig, dass du dir einen Überblick verschaffst.

Fazit Fakten

Es ist an der Zeit, dass du über deine Mitgliedsbeitrag in deinem Sportclub nachdenkst. Ich nenne dir gute Gründe und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten, wie du deinen Mitgliedsbeitrag verändern oder anpassen kannst, damit du in Zukunft mehr aus deinen Möglichkeiten machen kannst. Der Staat gibt dir eine Leitplanke. Nutze diese ebenfalls, um dich bei der Erhöhung zu orientieren und die Mitglieder abzuholen. Eine Erhöhung ohne eine Erklärung führt natürlich zu Unzufriedenheit, aber mit einer klaren offenen und transparenten Kalkulation, kannst du viele Sympathien gewinnen und deiner Sportorganisation helfen sich besser aufzustellen.

Lösungsschritte für die Erhöhung vom Mitgliedsbeitrag

Nun ist es an der Zeit, dass ich dir einen Handlungsplan an die Hand gebe, damit du in Zukunft deinen Mitgliedsbeitrag ohne Angst erhöhst, sodass es zu keinen Konsequenzen im Verein führt.

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Schritt 1 – Wecke das Bedürfnis nach mehr!

Im ersten Schritt ist es wichtig, dass der Vorschlag zu einer Beitragserhöhung im Verein nicht von dir selbst kommt. Vielmehr sollte dieser Ansatz aus der Mitte der Mitglieder stammen. Dafür ist es notwendig, dass du bei deinen Mitgliedern „das Träumen anregst“, bestehende Bedürfnisse erkennst und neue Wünsche weckst. Zum einen eignen sich hierzu bequeme (Online-)Umfragen. Zum anderen kannst du im Rahmen informeller Gespräche oder offener Diskussionsrunden Anregungen und Ideen sammeln.

Schritt 2 – Auswerten und Auflisten der Ergebnisse

Sammeln ist das Stichwort für dich! Zuerst verschaffst du dir einen Überblick über die Ergebnisse. Was ist sehr häufig vorgekommen und was ist tatsächlich relevant für den Verein. Erstelle eine konzise, anschauliche Übersicht, aus der einfach zu erkennen ist, was sich die Mitglieder wünschen.

Schritt 3 – Veröffentlichung der Ergebnisse

Nachdem du die Befragung und die Auswertung abgeschlossen hast und alles übersichtlich aufbereitet hast, ist die transparente Ergebnisveröffentlichung sehr wichtig. Die Mitglieder müssen das Gefühl haben, dass sie über jeden Ablauf informiert sind und an jeder Stelle mitentscheiden können. Dafür ist die umfassende Informationsweitergabe sehr wichtig!

Schritt 4 – Feedback einholen

Nach der Veröffentlichung der Umfrageergebnisse ist es wichtig nicht weiter zu gehen, sondern erneut die Mitglieder um ihre Meinung zu bitten. Wie finden sie das Ergebnis? Spielgelt es ihre Interessen korrekt wider oder sind relevante Punkte zu ergänzen oder irrelevante Punkte zu streichen? Hierdurch entwickelt die Gemeinschaft einen eigenen Bezug zu den zukünftigen Vorhaben und die Bindung an deren tatsächliche Umsetzung. Du weckst das Bedürfnis, die gesammelten Wünsche wirklich wahr werden zu lassen.

Schritt 5 – Auswertung und erneute Veröffentlichung

Nachdem du die ergänzenden Informationen wieder gebündelt hast, dürfen die Mitglieder natürlich wieder Einsicht nehmen und ihr Feedback geben. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem du gerne schon die Zahlen, Daten und Fakten vorstellst, was die Wünsche kosten und die Gemeinschaft bittest Lösungen zu erarbeiten, wie der Verein die Vorhaben umsetzen könnte.

Schritt 6 – Lösungsfindung für die Umsetzung

Nachdem die Mitglieder mit der Problemstellung der Umsetzung konfrontiert wurden, gilt es auch hierzu die Lösungsvorschläge entgegenzunehmen und zu besprechen. Hierbei können viele gute Möglichkeiten, wie etwa Ansätze zur Beitragserhöhung, erarbeitet werden. Durch die fortlaufende Einbeziehung hast du natürlich auch deren Mitwirken an und deren Verständnis für die Erhöhung sichergestellt. Das Risiko einer Kündigungswelle hast du damit minimiert.

Kündigungen sind Alltag

Darüber hinaus brauchst du dir Grundsätzlich keine Sorgen in Bezug auf Kündigungen zu machen. Kündigungen sind im Vereinsleben Alltag. Es passiert immer, dass Mitglieder aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr am Sportvereinsleben teilnehmen können. Durch Beitragserhöhungen entsteht nur ein (weiterer) konkreter Anlass, die Kündigung, die unter Umständen ohnehin bereits beabsichtigt war, vorzuziehen. Oftmals stehen also Beitragsanpassung und Kündigung nicht in direkter Kausalbeziehung. Mach dir also keine Sorgen. Bedenke auch, dass Mehreinnahmen nicht nur dafür sorgen, mehr finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung zu haben, sondern auch dafür dienen, die Verluste aus Kündigungen aufzuwiegen.

Fazit

Diese Anleitung soll dich dazu ermutigen, die Angst vor Veränderungen abzulegen. Ja, Beitragserhöhungen sind zeitaufwendig und intensiv in der Vorbereitung, aber es lohnt sich definitiv für den Verein. Falls du noch unsicher bist und Rücksprache halten willst, dann lass und 30 Minuten telefonieren.

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