Warum das Corporate Design im Verein wichtig fürs Sponsoring ist

Corporate Design im Verein ist genauso wichtig wie der Ball beim Fußballspiel. Viele Vereine suchen neue Sponsoren und diese wiederum suchen Vereine, um sich und ihre Produkte zu vermarkten. Jeder von uns kennt die drei adidas-Streifen, den Mercedes-Stern oder das Logo des FC Bayern München. Kannst du dir vorstellen, dass diese Firmen ihre Logos, Farben und ihr Design ändern würden?

Ja, es besteht die theoretische Möglichkeit, aber adidas würde niemals von den 3 Streifen abweichen und Mercedes würde nicht auf die Idee kommen, aus dem Stern ein Quadrat zu formen. Der FC Bayern würde die Farben rot und weiß niemals gegen gelb und grün eintauschen. Das Corporate Design stellt die Verbindung zum Unternehmen – und in unserem Fall zum Verein – her. Es werden Millionen und Milliarden Euro in das Corporate Design investiert, um es in den Köpfen der Menschen zu verankern. Wie erstellst du ein Corporate Design und wie setzt du es in der Praxis ein?

„Corporate Design als Schlüssel für eine erfolgreiche Identifikation mit dem Verein“

Corporate – oder einfacher gesagt: einheitliches Design – ist für die Wiedererkennung des Vereins sehr wichtig. Daher ist es entscheidend, dass du bei der Vermarktung deines Vereins stets die gleichen Gestaltungsmuster verwendest. Dafür ist es hilfreich, einen Leitfaden zu den folgenden Punkten zu erstellen:

  • das Vereinslogo,
  • die Gestaltungsformen,
  • die Vereinsfarbe,
  • die Vereinsschrift.

Diese Vorlagen überträgst du dann auf alle marketingrelevanten Medien im Verein, um dich nach außen zu repräsentieren:

  • Briefe und Anschreiben,
  • Online- und Offline-Marketingmaßnahmen,
  • Textilien des Vereins,
  • Sportstättengestaltung,
  • Feste und Events,
  • Vereinshomepage.

Corporate Design im Verein

Besonders historisch gewachsene Vereine oder Mehrspartenvereine haben das Problem, dass die Vielzahl der Angebote und die Altersstruktur eine große Hürde bei der Vereinheitlichung darstellen. Die älteren Mitglieder erinnern sich gerne an „die guten alten Zeiten“ und die einzelnen Sportarten wollen sich individuell abheben. Diesen Spagat zu schließen und eine Vereinheitlichung zu schaffen, stellt für viele Vereine eine unüberwindbare Hürde dar.

Einheitliches Auftreten sorgt für höheren Wiedererkennungswert

Die Chance, eine starke Vereinsmarke mit einem einheitlichen Auftreten aufzubauen, wird oftmals der Vereinsführung nicht zugetraut, weil die Vorstände und Entscheider keine Experten auf ihrem Gebiet sind und ihnen somit die Kompetenz abgeschrieben wird. Engagierte Mitglieder meinen oftmals, es besser machen zu können und versuchen ihr Glück auf eigene Faust. Dass dabei mehr Schaden als Nutzen für die Vereinsidentifikation erzeugt wird, wird häufig nicht verstanden – entweder weil diese Mitglieder den größeren Kontext nicht sehen oder weil sie mit der aktuellen Darstellung unzufrieden sind. Was heißt das jetzt im Vorfeld?

Leitfaden mit den wichtigen Gestaltungsmustern für das Corporate Design

Als Lösungsansatz sollte ein gemeinsam entwickelter Gestaltungsleitfaden entwickelt werden (Logo, Formen, Farbe und Schrift), damit alle Sportarten, Mitglieder, Vorstände und Funktionäre wissen, welche Punkte sie bei der Erstellung und Gestaltung von Maßnahmen berücksichtigen müssen. Nur wenn alle die gleichen Vorlagen nutzen, wird das Ziel einer Vereinsmarke mit hohem Wiedererkennungswert erreicht. Idealerweise wird die Gestaltung von einem Bereich, einer Person oder einer Abteilung übernommen, der bzw. die Vorlagen erstellt und weitergibt.

„Viele Köche verderben den Brei.“

Im Vereinswesen ist das Geld oftmals knapp und es werden immer wieder externe Personen gefragt, ob sie bei der Gestaltung und dem Layout helfen können. Durch den Gestaltungsleitfaden hast du Anhaltspunkte für die Vereinsmarke gegeben, aber trotzdem wird jeder externe Designer am Ende etwas Unterschiedliches entwerfen. Es ist also auch im Sinne des Vereins, das zu vermeiden, um die Wiedererkennung zu steigern. Falls dies nicht möglich ist, dann empfehle ich, Vorlagen bereit zu stellen, die inhaltlich ergänzt werden können. Gerade Landesverbände und Fachverbände stellen hier gute Möglichkeiten bereit, welche genutzt werden können. Ein positives Beispiel ist die Kampagne des DFB „Unsere Amateure. Echte Profis.“ Hier werden viele Vorlagen in einheitlichem Design präsentiert, welche sich die Fußballvereine herunterladen können (hier zu sehen).

Solche Vorlagen zu erstellen, bedeutet für den Verein einmalige Kosten für die Erstellung auszugeben. Jährlich oder in regelmäßigen Abständen können hier Anpassungen vorgenommen werden, so dass die Vorlagen zeitgemäß bleiben. Ein solches Vorgehen erleichtert das Einhalten von Gestaltungsvorlagen und schafft eine stärkere Wiedererkennung des Vereins.

Fazit

Für eine starke Vereinsmarke benötigst du ein einheitliches Auftreten. Wer an deinen Verein denkt, soll dasselbe Logo, das gleiche Design und die gleichen Farben im Kopf haben wie du. Es ist also wesentlich, alle Mitglieder dafür zu sensibilisieren. Jede Abweichung vom Corporate Design schafft Verwirrung und sorgt dafür, dass deine Marketingmaßnahmen verpuffen. Du hast die Möglichkeit, selbst Vorlagen zu kreieren, die von den Mitgliedern genutzt werden können, oder du stellst einen Ansprechpartner bzw. ein Team, welcher/s sich um die Erstellung kümmert. Beide Varianten stellen sicher, dass du in Zukunft erfolgreicher bist und eine starke Vereinsmarke aufbaust.

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