Vereinsräume suchen und finden – Wenn die Trainingsräume knapp werden!

Dein Verein entwickelt sich positiv und du brauchst neue Vereinsräume, um neue Mitglieder betreuen zu können? Die Trainingsräume, die du benötigst, stehen dir aber nicht zur Verfügung? Es ist ein Albtraum, wenn du deine Vereinsarbeit gut gestaltest und dein Sportverein wächst, aber du nicht wachsen kannst, weil es keine freien Kapazitäten dazu gibt. Du bist Sportanbieter oder, professionell ausgesprochen, du bist Dienstleister und lebst davon deine Kunden/Mitglieder zu betreuen. Ohne Räumlichkeiten unmöglich. Es wird immer geschildert, dass Vereine an Mitgliedern verlieren, aber wenn dann ein Wachstum einsetzt, dann sind keine Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden.

Wo liegen die Probleme?

Alte Vereine blockieren Trainingszeiten

Die Stadt stellt öffentliche Schulhallen oder Sportplätze als Trainingsmöglichkeiten für Vereine zur Verfügung. Teilweise ist die Nutzung ohne Entgelt und manchmal auch gegen Entgelt. Das hängt je nach Stadt, Kommune und Region ab. Gerade bei kostenfreier Nutzung kommt es vor, dass Vereine, die im Laufe der Jahre an Mitglieder verloren haben und viele Hallenzeiten aufgrund von der damaligen Größe erhalten haben diese nicht zurückgeben. Sie benötigen für ein ausgewogenes Training nicht mehr diese Anzahl von Zeiten, aber belegen sie aufgrund der Gewohnheit und aus Angst, dass sie, falls wieder ein Mehrbedarf kommen sollte, die Rückgabe bereuen würden. Das ist kontraproduktiv für dich als wachsenden Verein. Ich glaube du kennst das und weißt wovon ich spreche. Es ist frustrierend. Bei Entgelten kommt es weniger häufig vor, aber ist auch gut möglich, denn niemand lässt eine Halle frei und bezahlt dafür. Hier setzt dann doch der logische Menschenverstand ein. Bei kostenfreier Nutzung ist jedoch der Grund nicht gegeben, die Hallenzeit abzugeben.

Turnhallen bieten nicht die passenden Anforderungen, um die Sportart durchzuführen

Ein weiteres Problem könnte darin liegen, dass deine Sportart besonderes Equipment benötigt und die Sportplätze oder Hallen dieses unter Umständen nicht anbieten. Gerade neuere Sportarten haben das Problem häufiger. Die älteren Hallen haben die neue Sportartennutzung oft noch nicht berücksichtigt. Du kannst die Sportart also nur in ausgewählten Sportplätzen oder Räumlichkeiten durchführen. Das ist natürlich bitter, weil in den neuen Anlagen und Sporthallen natürlich jeder gerne trainieren möchte und diese chronisch überfüllt sind.   

Eigene Trainingsmöglichkeiten sind nicht finanzierbar

Du bist dir bestimmt der ersten beiden Problempunkte bewusst und suchst deshalb eine eigene Lösung. Die Lösung wäre die Anmietung oder der Kauf einer eigenen Trainingsmöglichkeit, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Das ist natürlich der Traum eines jeden Leiters einer Sportorganisation, der aber leider schwer zu verwirklichen ist. Denn es braucht professionelle Strukturen und ausreichend finanzielle Mittel, um diesen Traum zu realisieren. Wenn du diese Voraussetzungen noch nicht hast, stehst du vor dem Dilemma, dass du es dir schlichtweg nicht leisten kannst. (Professionelle Strukturen aufbauen – Hier mehr lesen)

Wie können also die Lösungen aussehen?

Gemeinsame Hallennutzung

Veränderungsprozesse einzuleiten bedeutet oftmals Kompromisse einzugehen. Ich habe dir das Problem geschildert, dass ältere Vereine oftmals viele Hallenzeiten besitzen, weil sie früher eine große Mitgliederanzahl im Sportverein hatten. Heute stehen die Hallen leer oder werden von sehr wenigen genutzt. Du könntest mit ihnen eine gemeinsame Hallennutzung beantragen, um die Trainingszeit gemeinsam nutzen zu können.

Das würde ich mit dem Vergabeamt der Stadt, Kommune oder Region abklären, dass euch aufgefallen ist, dass dort der Platz besser gemeinsam genutzt werden sollte. Das Vergabeamt prüft den Sachverhalt und ihr habt die Möglichkeit auf den anderen Sportverein zuzugehen und euren Vorschlag zu präsentieren. Falls hier ein kategorisches Nein kommt, weil es schon immer so war und die darauf keine Lust haben, dann ist der Stein aber schon ins Rollen gekommen. Das Vergabeamt möchte eine ausgewogene Auslastung ihrer Sportstätten und Sportplätze. Sie agieren im Interesse der Vereine und sind neutral. Es ist zugegen etwas mühselig, wenn alle Seiten nicht von Anfang an davon überzeugt sind. Aber durch Statistiken der anwesenden Teilnehmer können Vergabeämter überzeugt werden. Am Ende bleibt, dass ihr keine Übernahme der Zeit beabsichtigt, sondern nur eine gemeinsame Nutzung. Das verschafft euch Luft,  bzw. weniger Angriffsfläche, weil ihr niemanden etwas wegnehmen wollt, sondern gemeinsam nutzen wollt.

Im zweiten Schritt kann es dann dazu führen, dass ihr nach der gemeinsamen Nutzung auch das alleine Nutzungsrecht gewinnt, weil der andere Sportverein einsieht, dass es keinen Sinn ergibt. Auch das Vergabeamt fragt nach, wie es denn mit der gemeinsamen Nutzung klappt. Wenn auch hier die Statistiken präsentiert werden können, die zeigen, dass der andere Verein weiterhin keine regelmäßige oder spärliche Nutzung der Trainingsmöglichkeit zeigt, dann wird euch früher oder später die alleinige Nutzung eingeräumt.

Sanierung oder Umbau der Trainingsmöglichkeit

Ich habe dir im zweiten Punkt geschildert, dass gerade ältere Anlagen nicht für deinen Sport ausgelegt sein können oder die Trainingsmöglichkeiten einfach nicht mehr dem aktuellen Standard entsprechen. Falls die Anlage nicht von Stadt, Kommune oder Landkreis ersetzt wird, dann könnt ihr selber den Vorschlag bringen in Eigenleistung das Projekt anzugehen. Durch Engagement gewinnt ihr natürlich Sympathien, die euch dann auch Trainingsmöglichkeiten schaffen. Ich rede nicht davon eine eigene Anlage zu bauen, sondern die vorhandenen Möglichkeiten aufzupeppen. Ich weiß, dass dies auch eine Investition bedeutet, aber diese wird vermutlich deutlich geringer ausfallen, als eine neue Anlage zu erschaffen. Dafür benötigt es nur engagierte Menschen, Fachexperten und vor allem finanzielle Mittel. Wie ihr diese beschaffen könnt? Das Thema Partner und Sponsoring spielt dabei eine große Rolle. Wie du welche gewinnst und wie du dabei vorgehen musst, erkläre ich dir in meinem Onlinekurs zur Sponsorengewinnung – Hier klicken. 

Kreative Lösungen, um neue Trainingsmöglichkeiten zu schaffen

Im letzten Schritt möchte ich dich bitten einmal völlig verrückt zu sein. Ich meine dabei, nicht immer in klassischen Dimensionen zu denken. Jeder denkt bei Sport immer an ein Fitnessstudio, eine Sporthalle oder einen Trainingsplatz. Was ist, wenn du das alles nicht brauchst? Was ist, wenn dein Sportverein sich neue kreative Lösungen ausdenkt und nicht auf diese klassischen Möglichkeiten zurückgreift. Welche Dinge braucht dein Sportverein wirklich? Was ist für die Durchführung deiner Sportart notwendig?

Ich nenne dir ein Beispiel, woran ich gerade denke. Du kennst doch bestimmt den aktuellen Crossfit Trend, oder? Hier wird oft von Crossfitboxen gesprochen. Hier werden Autogaragen in Sporträumlichkeiten umgestaltet und Menschen animiert hochintensives Training zu absolvieren. Das ist auf den ersten Blick verrückt, aber genau das meine ich für dich. Denk nicht immer klassisch, sondern breche aus. Schaffe kreative Ideen und du wirst weiter wachsen können. Falls du einen Sparringspartner benötigst, um Lösungen zu kreieren, dann lass uns doch am Telefon sprechen. Ich helfe dir immer gerne weiter.  (Ja, lass uns sprechen! – hier klicken)

Fazit

Wo ein Wille ist, da ist immer ein Weg. Denk bitte nicht immer in Schwarz und Weiß. Es gibt auch noch den Kompromiss und die Umwege, die dich trotzdem am Ende ans Ziel bringen. Nicht immer muss alles perfekt sein. Du musst die Lösungen mit Leidenschaft und Engagement gestalten, damit dein Sportverein erfolgreich wird. Ich würde mich freuen, wenn dir dieser Artikel geholfen hat und du mir ein kleines Feedback hinterlässt. Sind dir spontan weitere Ideen eingefallen oder hast du nun eine gute Lösung für dich gefunden? Dann schreib mir, damit wir alle Ideen sammeln können.

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